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Weniger Handystrahlung bei UMTS und LTE

30. 06. 2016

Die modernen Mobilfunkstandards UMTS (3G) und LTE (4G) belasten den Körper weniger durch elektromagnetische Strahlung als der alte 2G-Funk GSM. Das hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) jetzt mitgeteilt.

Smartphones und herkömmliche Handys verwenden für die Übertragung von Sprache und Daten  elektromagnetische Wellen. Diese Handystrahlen gehören zu dem Strahlungsband der Mikrowellen mit Wellenlängen zwischen einem Millimeter und circa 30 Zentimetern. Die Mikrowellen können das Wasser in den Körperzellen erhitzen und den Körper so übermäßig erwärmen. Diese thermische Belastung wird allerdings nur bei einer Bestrahlung über einen längeren Zeitraum ausgelöst.

SAR-Wert schützt vor Überhitzung

Dennoch gibt es seit langem gesetzlich festgeschriebene Grenzwerte, die den Verbraucher vor der Handystrahlung schützen sollen. Die sogenannten SAR-Werte, kurz für spezifische Absorptionsrate, geben für Europa einen Höchstwert von 2 Watt pro Kilogramm vor. Ein Mobiltelefon darf nur dann auf den Markt gebracht werden, wenn die Energiewerte des Handys während eines Telefonats bei maximaler Sendeleistung unterhalb dieses Höchstwertes liegen. Fest steht dabei: das Gewebe des Körpers darf sich nirgends um mehr als ein Grad Celsius erwärmen. Direkt betroffen von den Handystrahlen sind in der Regel das Ohr und die Gehirnneurone. Die Festsetzung des SAR-Werts schützt die europäischen Verbraucher vor einer übermäßigen thermischen Belastung durch Mobiltelefone.  

Tipps zur Verminderung der Strahlenbelastung

Bislang konnte wissenschaftlich noch nicht geklärt werden, ob Handystrahlen neben der Belastung durch Wärme auch andere negative Folgen für die Gesundheit der Nutzer haben. Eine häufige These ist beispielsweise, dass die Mobilfunkstrahlung Zellen entarten lässt und so Krebserkrankungen fördert. Allerdings konnte diese These bis heute nicht belegt werden.

Experten raten trotzdem zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Handystrahlung. Es ist in jedem Fall sinnvoll, den Abstand zwischen Mobilgerät und Körper zu vergrößern, etwa indem man über ein Headset telefoniert. Auch ist es ratsam, jeweils nur eine Funktion des Smartphones zu nutzen – entweder Telefonie oder mobiles Internet. Sind mehrere Funktionen gleichzeitig in Betrieb, erhöht das Gerät die Sendeleistung und steigert so die Strahlung.       

UMTS- und LTE-Handys produzieren weniger Elektrosmog

Der ältere GSM-Funkstandard setzt laut BfS weit mehr Strahlung fei als die neueren Übertragungstechniken UMTS und LTE. Der Grund hierfür findet sich in der unterschiedlichen Funktionsweise der Technologien: im 2G-Standard GSM sendet das Handy zunächst mit Maximaler Leistung, dann fährt sich das Gerät auf die tatsächlich benötigte Sendestärke zurück. Bei den  Funkstandards UMTS und LTE funktioniert es - so das Fachportal smartphoneflat.de - umgekehrt: das Mobiltelefon sendet erst mit der geringsten Leistung, bei Bedarf wird die Sendeleistung dann erhöht.

Autor: FN