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Digitale Krankenakte auf dem Tablet

14. 07. 2016

Der neue Mobilfunkstandard 5G soll insbesondere auch die Vernetzung im Arbeitsalltag weiter professionalisieren. Ein zukunftsweisender Sektor ist dabei das elektronische Gesundheitswesen, kurz E-Health. Extra schnelle, stabile Mobilfunkverbindungen sind die Voraussetzung für Anwendungen wie die digitale Krankenakte, welche die Patientenakte in Papierform ersetzen wird.

Erste Krankenhäuser in Deutschland haben in Zusammenarbeit mit Netzbetreibern bereits Testläufe gestartet: so hat das Gemeinschaftskrankenhaus Bonn 2015 gemeinsam mit der Telekom ein digitales Informationssystem eingerichtet. Ärzte und Pfleger greifen im Klinikalltag über 200 Tablets direkt auf Akten, Befunde und Röntgenaufnahmen der Patienten zu. Untersuchungsergebnisse und Diagnosen werden direkt in das System eingegeben und sind jederzeit und überall abrufbar.

Jede Station ist mit sechs iPad minis ausgestattet, jeweils drei für Ärzte und Pflegepersonal. Am Ende seiner Schicht gibt jeder Mitarbeiter des Krankenhauses sein Tablet weiter. Alle Ärzte und Pfleger im Dienst tragen ihr Mobilgerät stets bei sich. So haben sie jederzeit und überall im Gebäude Zugang zu allen notwendigen Informationen. Das Bonner Krankenhaus hat rund eine halbe Million Euro in das digitale System investiert. Durch den Einsatz der „Ärzte-Tablets“ wird der Krankenhausbetrieb effizienter und kostengünstiger. Die Qualität der Behandlung steigt, nicht zuletzt deswegen, weil Ärzte und Pflegekräfte mehr Zeit mit den Patienten verbringen können, anstatt Daten von einem System in das andere zu übertragen. Auch können die Mitarbeiter des Krankenhauses den Patienten Sachverhalte am Tablet besser und verständlicher erklären.

E-Health-Anwendungen verbessern den Klinikalltag

Hilfreiche Zusatzleistungen des digitalen Informationssystems sind beispielsweise Online-Checks für die Arzneimitteltherapie: innerhalb weniger Sekunden prüft das System, welche Medikamente Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln hervorrufen und daher vermieden werden sollten.  

Eine Studie der Berliner Charité, die in Zusammenarbeit mit der Telekom durchgeführt wurde, hat die positiven Effekte der digitalen Krankenakte bestätigt: der Einsatz von Tablets im Krankenhaus schafft mehr Zeit für die Betreuung der Patienten. Außerdem reduziert sich dadurch der Aufwand für die Vor- und Nachbereitung der Visite.

FN

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