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Krebs: warum Vorsorge so wichtig ist

Bis zum Ende des Jahres werden in Deutschland über 2000 Menschen an Krebs gestorben sein, fast 500 000 werden neu an Krebs erkranken. Nach Herz-Kreislaufkrankheiten ist Krebs immer noch die häufigste Todesursache. Doch nicht jede Krebserkrankung ist bösartig und die Heilungschancen dafür liegen zum Teil sogar bei über 50 Prozent. Allerdings nur, wenn der Krebs bereits in einem frühen Stadium erkannt und entsprechend behandelt wird. Vorsorge ist daher die beste Waffe gegen Krebs.

Wie Krebs genau entsteht ist trotz umfassender Forschungen noch nicht bis ins Detail geklärt. Vererbt wird die Erkrankung zum Beispiel nicht zwingend. Bei Krebsfällen in der Familie ist dennoch das Risiko größer daran zu erkranken. Als bewiesen gilt auch, dass eine ungesunde Lebensweise und eine Reihe an Umwelteinflüssen die Entstehung von gefährlichen Krebszellen begünstigt. Rauchen, zu viel Alkohol, eine ungesunde Ernährung dazu wenig Bewegung und zu strake Strahlenbelastung zählen zu den größten Risikofaktoren.

Vorsorgeangebot wird nicht angenommen

Risiken, die jeder zum Teil einfach für sich selbst ausschließen kann. Dennoch hebt der Verzicht auf Tabak und Alkohol sowie eine gesunde Ernährung und Sport die Krebsgefahr nicht automatisch komplett auf. Daher sollte das Angebot von Vorsorgeuntersuchungen unbedingt angenommen werden. Derzeit nehmen allerdings nur etwa 48 Prozent der anspruchsberechtigten Frauen und circa 27 Prozent der anspruchsberechtigten Männer eine Krebsfrüherkennungsuntersuchung wahr. Dabei ist diese kostenlos und wird von der Krankenkasse übernommen.

Prinzipiell haben Frauen ab einem Alter von 20 Jahren einen Anspruch auf diese Krebsvorsorge. Dabei werden vor allem geschlechtsspezifische Erkrankungen  an Gebärmutter und Brust untersucht. Zur Haut- und Darmkrebsuntersuchung werden sie allerdings erst wesentlich später eingeladen. Mehr Informationen zu den Krebsfrüherkennungsuntersuchungen für Frauen gibt es hier. 

Männer gelten erst ab einem Alter von 35 Jahren als gefährdet. Bei den zweijährlichen Gesundheitsuntersuchungen werden die Patienten dann auch auf Hautkrebs untersucht, später auf geschlechtsspezifische Krankheiten und Krebserkrankungen des End- und Dickdarms. Welche Ansprüche Männer bei diesen Untersuchungen genau haben, lesen Sie hier

Leistungspakete erweitert

Diese Ansprüche sollen in Zukunft noch erweitert werden. Bereits im letzten Jahr hat Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr angekündigt, die Leistungen weiter verbessern zu wollen. Im Januar 2013 wurde vom Bundestag dann ein entsprechendes Gesetz dazu beschlossen. Bahr: „Das Gesetz verbessert nachhaltig die Strukturen, Reichweite, Wirksamkeit und Qualität der bestehenden Krebsfrüherkennungsangebote. Um die Menschen besser zu erreichen, werden diese künftig persönlich zu den Vorsorgeuntersuchungen eingeladen.“

Das heißt, auch die Krankenkassen sollen in Zukunft stärker zur Verantwortung gezogen werden. Noch richten sich die Krebsfrüherkennungsuntersuchungen nur an Menschen mit einem durchschnittlichen Krebsrisiko, das je nach Alter und Geschlecht berechnet wird. Für Patienten mit einem deutlich erhöhten Risiko sind diese Maßnahmen teilweise nicht ausreichend und sind zu spät – bezogen auf das Lebensalter – angesetzt.

Krebs vorbeugen ohne Medizin

Neben medizinischen Vorsorgemaßnahmen trägt natürlich auch der eigene Lebensstil zur Gesundheit bei und kann das Krebsrisiko senken. Eine bewusste und ausgewogene Ernährung sowie genügend  Bewegung sind hierbei die wichtigsten Faktoren. Das gilt natürlich nicht nur für die Krebsvorsorge sondern auch für die Prävention vor andere Krankheiten zum Beispiel von Herz-Kreislaufproblemen. Doch gesunde Ernährung und viel Sport scheint mit dem heutigen Lebens- und Arbeitsrhythmus oft nur schwer vereinbar zu sein – so zumindest ein weit verbreitetes Klischee. Auf der folgenden Seite finden Sie deshalb ein paar einfache Tricks wie Sie Ihren Alltag etwas gesünder gestalten und so auch das Krebsrisiko senken können. 

Detaillierte Informationen für betroffenen Patienten über neue Therapie-Methoden, aktuelle Forschung sowie verschiedenen Info-Broschüren gibt auf der Website der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe. Hier finden Eltern unter Anderem nützliche Ratgeber zum Thema UV-Schutz bei Kindern oder über die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs bei Teenagern.

Autor: MBR