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Anfällige Prostata: regelmäßige Untersuchung wichtig

Welche Krebsfrüherkennungsuntersuchungen ab welchem Alter durchgeführt werden sollte, sind gesetzlich in den sogenannten Krebsfrüherkennungs-Richtlinien festgelegt. Bei Männern beginnt der Anspruch auf diese Untersuchungen, die von der Krankenkasse übernommen wird  ab einem Alter von 35 Jahren. Getestet werden sie dann zunächst alle zwei Jahre auf Hautkrebs. Mit Erreichen des 45. Lebensjahres kommen jährliche Untersuchungen auf Krebserkrankungen von äußeren Geschlechtsorganen und der Prostata hinzu.

Den Anspruch auf eine Darmspiegelung haben Männer erst ab einem Alter von 55 Jahren. Zuvor – etwa ab 50 Jahren – werden jedoch regelmäßig sogenannte Papierstreifentests angesetzt, um den Stuhl auf Blutrückstände hin zu untersuchen. Das kann ein Anzeichen für eine Krebserkrankung im End- oder Dünndarm sein. 

Prostata: harmlose Beschwerden oder Krebs?

Auch Männer erkranken oft an Darmkrebs, weshalb er zu den am weit verbreiteten Arten gehört. Noch häufiger sind jedoch die Neuerkrankungen von Prostatakrebs – schätzungsweise fast 68 000 Männer erkranken pro Jahr daran. Doch nicht jedes Brennen beim Wasserlassen muss dabei ein Anzeichen für Prostatakrebs sein. Im Alter leiden die meisten Männer an diesen und ähnlichen Beschwerden, was mit einer natürlichen Vergrößerung der Prostata zusammenhängt.

Das tückische an Prostatakrebs ist allerdings, dass er zunächst meist keine auffälligen Beschwerden verursacht. Deshalb sollten Sie bei anhaltenden Beschwerden beim Wasserlassen oder bei häufig auftretenden Blutbeimengungen im Urin auf jeden Fall den Arzt aufsuchen. Meist kann dieser eine mögliche Krebserkrankung bereits durch Abtasten ausschließen. Denn etwa 60 Prozent aller Prostatakarzinome entstehen in dem Bereich, der gut abgetastet werden kann, so dass der Arzt sie frühzeitig entdeckt.

Auf Fleisch und Wurst verzichten

Als gefährdet für Prostatakrebs gilt prinzipiell jeder Mann in höherem Alter. Typische Risikogruppen wie bei vielen anderen Krebsarten gibt es nicht. Lediglich andere Krebserkrankungen in der Familie können hierfür als Risikofaktor gesehen werden. Einige Ärzte raten außerdem als Schutz vor Prostatakrebs auf viel Fleisch und Wurst zu verzichten. Tierische Fette in Mengen gelten gemeinhin als gesundheitsgefährdend. Daher sind eine ausgewogene Ernährung und regelmäßiger Sport auch bei der Krebsvorsorge wichtige Faktoren.

Autor: MBR