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Viel Obst und Gemüse schützt Lunge, Magen und Darm

Eine Zauberformel, die einer Krebserkrankung zu 100 Prozent vorbeugt oder das Rückfallrisiko ausschließt, gibt es nicht. Dennoch wird sogenannten „Krebsdiäten“ immer wieder diese Wunderwirkung zugesprochen. Dass diese wirklich helfen, ist wissenschaftlich aber nicht bewiesen.

Nichts desto trotz ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung gerade für Krebspatienten äußerst wichtig. Auch ohne konkrete Wunder-Diät kann eine Obst- und Gemüsereiche Ernährung in Kombination mit regelmäßiger Bewegung die Rückfallgefahr nachweislich senken. Die gilt prinzipiell für alle Krebsarten. Für einige Patienten kann es sich aber in besonderem Maße lohnen auf ihre Ernährung zu achten.

Fleisch und Wurst schadete der Prostata

So zum Beispiel bei Prostatakrebs. Amerikanische Forscher haben das jüngst untersucht und kamen zu dem Ergebnis, dass der Verzicht auf große Mengen tierischer Fette und Kohlenhydrate die Heilungschancen maßgeblich beeinflussen kann. Bei den untersuchten Patienten sank das Sterberisiko an Prostatakrebs um knapp 30 Prozent, wenn öfter auf Kohlehydrate verzichtet wurde.

Für Frauen ist weniger das Wurstbrot sondern der Alkohol ein Risikofaktor. Regelmäßiger starker Alkoholkonsum erhöht die Gefahr an Brustkrebs zu erkranken. Die Betonung liegt hier allerdings auf „stark“. Denn ein moderater Alkoholgenuss kann die allgemeine Gesundheit sogar verbessern. Unabhängig von der Krebserkrankung sinkt so die Rate an Herzinfarkten und Schlaganfällen. Das rechte Maß ist also entscheidend.

Antioxidantien halten Zellen gesund

Den Mittelweg aus Verzicht und Genuss zu finden, ist für ein gesundes Leben wohl das, was einer Zauberformel am nächsten kommt. Sich bewusst ernähren und gelegentlich auf ungesunde Lebensmittel zu verzichten beugt vielen Krankheiten vor – auch Krebs. Einige Krebsarten lassen sich so besonders gut entgegenwirken. So können beispielsweise viel Obst und Gemüse nachweislich vor Krebserkrankungen in Lunge, Mund und Rachen sowie im Magen und im Darm schützen.

Grund dafür sind unter anderem die darin enthaltenen Antioxidantien. Das sind Substanzen in unseren Lebensmitteln, die das Verderben verzögern. Sie helfen dem Körper bei der Zellerneuerung und helfen freie Radikale zu bekämpfen. Der wohl bekannteste antioxidante Inhaltsstoff ist Vitamin C, das vor allem in Obst enthalten ist. Die Deutsche Krebsgesellschaft rät daher mindestens fünf Portionen Obst pro Tag zu essen. Aber auch Knoblauch wird aus diesem Grund eine vor Krebs schützende Wirkung nachgesagt. Hierzu zählen auch andere Zwiebelgewächse wie, Schnittlauch, Gemüse- und Lauchzwiebeln, Poree und Schalotten.

Treppe statt Lift oder Rolltreppe

Der Vorteil einer gesunden Ernährung ist natürlich auch, Übergewicht besser vermeiden zu können. Denn das erhöht für Frauen wie für Männer gleichermaßen das Risiko an Krebs zu erkranken. Vor allem Darmkrebs wird durch Übergewicht und den Begleiterscheinungen wie Bluthochdruck und Diabetes begünstigt.

Deshalb ist auch regelmäßige Bewegung wichtig um das Herz-Kreislaufsystem gesund zu halten: dreimal in der Woche 30 Minuten leichter Sport reicht dafür schon völlig aus. Nehmen Sie zum Beispiel öfter mal das Fahrrad oder Laufen Sie anstatt mit dem Auto zu fahren, Steigen Sie die Treppe statt Lift oder Rolltreppe und parken Sie das Auto nicht immer bewusst vor der Haustüre. Es sind simple Tipps, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen.

Autor: MBR